SEO Performanceoptimierung

Um seiner Konkurrenz im Bereich Online-Marketing ein Schritt voraus zu sein ist das Thema SEO nicht mehr weg zu denken. Eine optimierte Performance von Webseiten ist ein Bestandteil von SEO.

Die CBM Projektmanagement GmbH sprach mit Nico Betz Experte zum Thema SEO Performanceoptimierung.

Was versteckt sich hinter dem Begriff?

Um den Begriff Performanceoptimierung für den SEO Bereich zu definieren, ist es notwendig diesen in seine zwei Hauptworte zu unterteilen.

Da wäre zum einen die „Performance“ einer Webseite. Da unser Internet aufgrund des Fortschritts immer schneller wird, die Endgeräte der User immer leistungsstärker werden und gleichzeitig jedoch auch die Erwartungshaltung der User ständig steigt, ist es notwendig die Performance, sprich also die Ladezeit einer Webseite, zu optimieren. Da der Informationsgehalt von Webseiten allerdings ebenfalls stetig steigt und sich gleichzeitig auch die technischen Voraussetzungen stark verbessert haben, ist die Ladezeit vom Webseiten, im Verhältnis trotz allem nicht wesentlich gestiegen.

Um die Performance von Webseiten nun also zu steigern, bedarf es und nun kommen wir zum zweiten Begriff, einer „Optimierung“ der Webseite. Um die Optimierung von Webseiten umzusetzen sind verschiedene SEO Maßnahmen erforderlich und unterteilen sich in viele Faktoren.
Kurz gesagt, beschreibt die Performance Optimierung eine schneller Lade- und Darstellungszeit von Webseiten, die mit verschiedenen SEO Maßnahmen umgesetzt und beeinflusst werden kann.

Warum ist das Thema gerade aktuell geworden?

Die Performance einer Webseite spielt schon seit längerer Zeit eine Rolle in der Suchmaschinenoptimierung. Allerdings hat Google seit Mitte 2018 die Ladezeit (Page Speed) einer Webseite, als ein weiteres wichtiges Kriterium für ein gutes Ranking, mit in seinen Ranking Algorithmus aufgenommen.

Leider gibt es Faktoren, auf die man keinen direkten Einfluss hat. Hat man beispielsweise einen schlechten Hosting-Anbieter gewählt, kann es sein, dass trotz aller Optimierungs-Maßnahmen die Antwortzeit des Webservers sehr lange dauert. Muss der Nutzer nun zu lange warten, wir reden hier übrigens nur von ein paar Sekunden, ist der Nutzer auch schon wieder weg, ohne das er die Seite gesehen. Es hat ihm schlichtweg zu lange gedauert.  

Das kann zur Folge haben, dass Webseiten mit einem bisher guten Google Ranking, durch eine schlechte Performance in der Lade- und Darstellungszeit, an Ranking verlieren. Dieses wiederum kann bedeuten, das sich der Traffic spricht die Besucherzahlen verringern und sich das auch in der Conversion Rate wiederspiegeln kann. Außerdem kann eine Verzögerung der Lade- und Darstellungszeit einer Webseite auch insofern negative Auswirkungen haben, dass sich die Absprungrate erhöht und die Seitenaufrufe verringern. Das kann im schlimmsten Fall natürlich zu Umsatzeinbußen führen.

Schlussendlich heißt das, an einer guten Webseiten Performance erfreuen sich nicht nur die Suchmaschinen, sondern auch die User und natürlich auch der Webseitenbetreiber.

Wie steuere ich den Prozess und welche Tools und Verfahren gibt es auf dem Markt?

Bevor eine Performance Optimierung ausgeführt wird, muss eine Webseite gemäß ihrer Performance erst einmal analysiert werden. Das kann mit verschiedenen Online Tools umgesetzt werden. Die Google Search Console ist für jeden Webseitenbetreiben im Grunde eine Must have. Mit ihr bekommt man zuverlässig mitgeteilt, ob manuelle Maßnahmen bei eventuellen Problemen durchgeführt werden müssen. Weiter Tools, um einen ersten Überblick über eine Seite zu bekommen wären z.B., seobility, seitenreport, ryte (ehem. Onpage.org), Seorch, Seitwert, GTmetrix, Googles Pagespeed Insights, Sistrix, um nur einige zu nennen.

Um die Performance einer Webseite zu optimieren, sind bei der Erstellung einer Webseite schon verschiedene Maßnahmen möglich, um die Lade- und Darstellungszeit zu senken. So sollten Bilder komprimiert sowie in der richtigen Auflösung vorhanden sein. CSS-Inhalte sollten am Anfang einer Seite, möglichst im Headerbereich, geladen werden. JavaScript hingegen am besten im Footer abgelegt werden. Alle Daten die vom Webserver abgerufen werden, um eine Webseite richtig darzustellen, sollten in komprimierter Form übertragen werden. Ebenso trägt das Browser Caching zu einem schnellen Seitenaufbau bei.

So bedarf es verschiedener SEO Maßnahmen, um die Performance einer Webseite zu optimieren.
Alle Optimierungs- Maßnahmen sollten natürlich dauerhaft und regelmäßig betrieben und beobachtet werden, um unliebsamen Überraschungen entgegenzusteuern.

Was erreiche ich hierdurch und was ist das primäre Ziel?

Hat man alle Optimierungs-Maßnahmen so gut wie möglich erfüllt, wird das eine Verbesserung im Google Ranking nach sich ziehen. Nicht von heute auf morgen, aber kurz-und mittelfristig spürbar.

Das primäre Ziel sollte es sein, die Usability zu verbessern und natürlich auch themenrelevanten Content zu liefern. Das wiederum wird, wie schon erwähnt, eine Verbesserung der Ranking-Ergebnisse, mehr Seitenaufrufe, geringere Absprungraten, höhere Conversion Rate und somit zu steigenden Umsätzen führen. Und das ist im Grunde das Ziel eines jeden Unternehmens, steigende Umsätze und höhere Gewinne.

Welchen fachlichen Hintergrund, Skills benötigten Mitarbeiter um das Thema zu lösen?

Mh, das ist nicht ganz so leicht zu beantworten. Da es sich in der Webseitenoptimierung um einen Bereich handelt der sehr Themenübergreifend ist, sollte ein Mitarbeiter bzw. eine Mitarbeiterin Kenntnisse in der Webseitenerstellung sowie im Online Marketing haben. So sind Kenntnisse z.B. in css, JavaScript, html, php aber auch in CMS wie Wordpress oder Typo3 von Vorteil. Aber auch das Auswerten von Analysen mit dem zuvor genannten Tools sollte beherrscht werden, um weitere Schlussfolgerungen daraus ziehen zu können.

Die Content-Erstellung ist ein weiterer Faktor, der zu beachten ist. Hier zählt die Keyword-Analyse zu. Bevor also eine Seite erstellt wird, muss zielgruppengenauer Content recherchiert und erstellt werden. Dies wird benötigt, um die Webseite mit den nötigen Meta-Daten zu füttert und die Seitenstruktur zu erarbeiten.

Für die Performance-Optimierung von Webseiten ist also ein breites Spektrum an Tätigkeitsfeldern abzudecken. Für die Konzeption und Erstellung von Webseiten, sind in der Regel größere Teams notwendig, die aus verschiedenen Fachexperten wie Webdeveloper, Administrator, Online Marketing Manager und Projektmanager zusammen gestellt sind. Hier kommt es natürlich auch immer auf die Größe des Webprojektes an.

Gibt es eine Empfehlung die Sie aussprechen können?

Ich denke, dass ein Fachinformatiker Anwendungsentwicklung und ein Informatikkaufmann das Tätigkeitsfeld am Besten abdecken können. Teamarbeit ist bei beiden sehr gefragt.

Herr Betz, vielen Dank für das Gespräch.

Mit einer IT-Umschulung Perspektiven schaffen.

Viele Stellen können aktuell im IT-Bereich mit Fachinformatikern Anwendungsentwicklung sowie Informatikkaufleute nicht besetzt werden. Eine IT-Umschulung  bietet hier eine gute Einstiegsmöglichkeit um im Bereich SEO tätig zu werden.