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Die CBM Projektmanagement GmbH sprach mit Sven Reinck zum Thema Entwicklungsumgebung in der Softwareentwicklung. 

Herr Reinck, was kann man sich unter einer Entwicklungsumgebung vorstellen?

Eine Entwicklungsumgebung ist ein Programm, das alle zur Programmierung notwendigen Tools vereint. Dies ist ähnlich wie das Office Paket von Microsoft.

Welche Tools gelten als "State of the Art"? Und welchen Mehrwert bieten diese?

Das zentrale Tool einer jeden Entwicklungsumgebung ist der Compiler. Dieser übersetzt das -vom Programmierer- geschriebene Programm in eine für den Computer lesbare Form. Am deutlichsten unterscheiden sich die Entwicklungsumgebungen in den Möglichkeiten dem Programmierer die Arbeit zu erleichtern oder abzunehmen. Zum Beispiel können Entwicklungsumgebungen heutzutage bei einem Fehler Vorschläge machen, wie dieser zu beheben ist. Ähnlich wie bei der Rechtschreibkorrektur in Word. 

Welche Entwicklungsumgebungen gibt es konkret? Und wie unterscheiden sich diese?

Für die Entwicklung von Java sind hier vor allem Eclipse und IntelliJ zu nennen. Eclipse wird schon seit vielen Jahren von Freiwilligen weiterentwickelt (Open Source), während IntelliJ ein kommerzielles Produkt ist. Was sich vor allem dadurch ausdrückt, dass IntelliJ viel mehr kleine Hilfestellungen hat, die dem Programmierer das Leben erleichtern. Zum Beispiel in dem es Vorschläge macht, wie etwas besser programmiert werden kann oder vor typischen Fehlern warnt. 

Was wird im Unterricht eingesetzt?

Obwohl IntelliJ für den erfahrenen Programmierer viele Vorteile bietet, sind diese Vorteile für Anfänger eher verwirrend. Deshalb setze ich im Unterricht Eclipse ein, da diese Entwicklungsumgebung es ermöglicht, auch unfertige Programme auszuführen. 

Welche Rolle spielen Entwicklungsumgebungen während der Umschulung zum Fachinformatiker/in?

Im Unterricht wird nicht nur Java unterrichtet, sondern auch der sichere Umgang mit Eclipse, dass immer noch in vielen Firmen als Entwicklungsumgebung eingesetzt wird. Selbst der spätere Umstieg auf IntelliJ fällt dann nicht mehr schwer.

Mit einer IT-Umschulung Perspektiven schaffen

Viele Stellen können aktuell in IT-Projekten nicht besetzt werden, da qualifizierte Fachkräfte und Experten fehlen. Eine IT-Umschulung zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung oder Systemintegration sowie Informatikkaufleute bietet hier eine gute Einstiegsmöglichkeit um in IT-Projekten tätig zu werden.